Die Fehde- G.F. Unger

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Die Fehde – G.F. Unger

Rezension


Leseversion: G. F. Unger TB Band 43213
Verlag: Bastei
Veröffentlicht: 1988
Status: Nachdruck
Erstauflage: Leihbuch – Mülbüsch Verlag (1962)
Seiten: 172


Autor: G.F. Unger
Realname: Gert Fritz Unger

Galerie Fazit

Veröffentlicht: 3.3.2022

Rezension von Gottfried Marbler

Hintergrund

Fehden zwischen Familien oder zwischen Ranchern um Weideland und Wasserrechte dürfte es viele im Westen der heutigen USA gegeben haben, wenn auch nicht so viele, wie uns Romanschreiber und Filmemacher weismachen (wollen).
Die zwei berühmtesten Fehden, die sich zu richtigen Kriegen auswuchsen, waren der Lincoln-County-Krieg in New Mexico, durch den Billy the Kid berühmt-berüchtigt wurde, sowie später der Johnson-County-Krieg in Wyoming, durch den Tom Horn berühmt-berüchtigt wurde.
Beide Männer starben auf tragische Weise – und “leben” heute noch in Storys und Filmen weiter!

Inhalt

Die Rancherfamilien der Lees und der Masters bekämpften sich lange Zeit Mann um Mann, bis Buck Masters, ein berühmter und gefährlicher Revolvermann an der Seite seiner Familie in den Kampf einzugreifen bereit ist. Tabhunter Lee gibt nun nach, und so begraben die Ranchbosse ihre todbringende Fehde. In Morgan Lee, dem Bruder, sitzt darüber tiefer Ärger, ist er doch der Meinung, ein besserer Revolverheld als Buck Masters zu sein. Nachdem Bucks Vater tot ist und der alte Lee im Sterben liegt, sieht Morgan seine Chance gekommen. Seine Nichte Nina will mit Bill Masters abhauen! Morgan Lee lässt die Kutsche stoppen und Bucks jüngeren Bruder schlimm verprügeln. Er hofft, dass Buck jetzt die Fehde eröffnet. Der geht nicht darauf ein; er will den Frieden bewahren. Aber seine Friedensbemühungen werden zunichtegemacht, als anscheinend Bill Masters es ist, der den wieder gesund werdenden Old Rancher heimtückisch abknallt! Damit ist die Fehde erneut im Gange. Es kristallisiert sich jedoch immer mehr heraus, dass zumindest eine weitere Partei im Spiel ist, welche die zwei Familien aufeinanderhetzt, um als lachender Dritter deren beide Weiden abzustauben!

Was ist mit Nina Lee und ihrer Liebe zu Bill Masters? Alles nur gespielt – oder ist da doch mehr dran? Zaudert Buck Masters viel zu lange, um das Heft des Handelns nicht mutwillig zu verlieren? Kann er überhaupt noch jemand trauen in diesem undurchsichtigen Spiel?

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Fazit

Eine durchwachsene Story breitet sich mit diesem Roman vor dem Leser aus. Toller Beginn, dann lange Zeit dahindämmernd, um im letzten Drittel anzuziehen und sich zu einem starken Ende auszuwachsen.
Aber zu spät. Da wird Buck Masters‘ Gefährlichkeit ständig beschrieben – er jedoch gibt den Friedensengel, der am liebsten gar keine Waffe trüge. Statt dass er die entscheidenden Akzente setzt, werden diese ihm aufgezwungen, bis er gar nicht anders kann, als auf die unsägliche Fehde zu reagieren. Und dann ist es jemand ganz anderer, der den entscheidenden Schuss abgibt, um den Verursacher der Fehde zu erledigen, aber auch um dadurch Buck Masters‘ Leben zu bewahren.

Guter Schreibstil, doch teils mit zu wenig Tempo. Unger konnte es oft viel spannender!

Gottfried Marbler, Februar 2022


 Bewertung

6 von 10 Revolverkugeln



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