Gesetzlose Stadt – Lewis Ford

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Gesetzlose Stadt – Lewis Ford

Rezension


Leseversion: HEYNE WESTERN TB 2048
Originaltitel: The Tarnished Star (1963)
Verlag: Heyne
Übersetzung: Richard Augustin
Veröffentlicht: 1964
Status: Dt. Erstauflage
Seiten: 158


Autor: Lewis Ford
Realname: Lewis B. Patten

Galerie Fazit


Veröffentlicht: 14.2.2022

Rezension von Gottfried Marbler

Hintergrund

Eines der großen Elemente des Westerns sind die Konflikte zwischen Ranchern, die sich oft mit Gewalt ihre Rinderreiche schufen und diese gegen alle Widerstände zu verteidigen wussten, waren dies kriegerische Indianer oder weiße Banditen. Nach dem Bürgerkrieg schenkte die Regierung in Washington den vielen gestrandeten Habenichtsen und/oder Zuwanderern 160 Morgen Land jenseits des Mississippi, das die Familien bebauen konnten. Und mussten nichts dafür bezahlen!
Die Rancher wollten ihre eroberten, den Ureinwohnern gestohlenen Gebiete nicht hergeben  – so floss überall viel Blut auf beiden Seiten.

Inhalt

Der 19-jährige Martin Kelso kommt zurück nach Rio de Oro in New Mexico, wo sein Vater Sheriff ist. Die Mutter ist vor einem halben Jahr verstorben. Er findet seinen Vater in einem schlimmen Trauerzustand vor. Mit seinem Kommen spitzen sich die aufgestauten Probleme zwischen den vier großen Ranchern und den über hundert Siedlerfamilien drastisch zu. Der junge Mann gerät zwischen die Fronten, egal, was er tut. Jede Seite will ihn benutzen, aber auch töten, wenn es sein muss. Er könnte wieder abhauen, will jedoch seinen Vater nicht so zurücklassen. Also versucht er, ihn wieder zu dem Mann zu machen, der er früher stets war.

Martin Kelso merkt zu spät, dass alles nur noch viel schlimmer wird, als es ohnehin schon war. Und dann soll er tatsächlich für einen Mord, den er nicht beging, am Strick baumeln…


EXTRAS GALERIE (3 Bilder)

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Fazit

Lewis B. Patten gilt nicht umsonst als großer Erzähler von Westernstorys. Er war ein Meister dieses Fachs. Seine Western sind nicht nur voller Spannung und Dramatik, sondern auch stets mit einer psychologisch ausgefeilten Note bestückt, der man sich nicht entziehen kann. Es ist fast unglaublich, wie viel der Autor davon in diese gerade einmal 150 Seiten Text hineingestopft hat. Doch nichts davon ist überflüssig, nichts davon ist fade oder langweilig. Jedes Wort, jeder Satz, jeder Absatz drängt richtiggehend zum fulminanten Showdown hin. So macht das Lesen von Western großen Spaß und stellt keine vergeudete Lesezeit dar.

Sehr guter Schreibstil, spannende, kompromisslose Handlung – ein echter Patten halt! Unbedingte Leseempfehlung!

Gottfried Marbler, Mai 2021


 Bewertung

9 von 10 Revolverkugeln



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