Kiowa Trail – G.F. Unger

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Kiowa Trail – G.F. Unger

Rezension


Leseversion: G.F. UNGER TB 45068
Verlag: Bastei
Veröffentlicht: Juni 1986
Status: Erstauflage
Seiten: 154


Autor: G.F. Unger
Realname: Gert Fritz Unger

Galerie Fazit


Veröffentlicht: 8.1.2022

Rezension von Gottfried Marbler

Hintergrund

In diesem Roman geht es vorab um Freundschaften zwischen Indianern und Weißen, die es vor den großen Indianerkriegen nicht so selten gab. Speziell die Trapper – die legendären Mountain Men – lebten oft mit den Indianern zusammen! Mit dem Einfallen der Siedler in die Weiten der Prärien änderte sich dieses Verhältnis radikal. Durch den Überlebenskampf der roten Ureinwohner wurden aus Freunden oftmals erbitterte Feinde.

Inhalt

Jeremy Coburne ist mit einem Wagenzug unterwegs auf dem Kiowa Trail, besser bekannt als Santa Fé Trail, als er Besuch vom Kiowa-Häuptling Lone Wolf erhält, der damals tatsächlich gelebt hat. Er soll dessen Schwester Rosebee retten, die ein Büffeljäger vergewaltigte und ihr danach eine Kugel verpasste. Obwohl kein Arzt, wagt sich Jeremy an die Operation, wissend, dass sie alle getötet werden, wenn die junge Frau dabei stirbt! Es gelingt ihm, die Kugel nahe ihrem Herzen zu entfernen. Nun muss er sie noch gesund pflegen.

Aufgrund der langen Wartezeit beginnt er eine Stadt an dieser Stelle zu bauen und nennt sie Rosebee City, nach dem Namen der Kiowa-Frau. Als immer mehr Weiße hier siedeln wollen und auch andere, zwielichtige Gestalten hinzukommen, wendet Lone Wolf sich gegen ihn. Der Kampf beginnt! Die wenigen Weißen sehen sich einer Übermacht von Kiowa-Kriegern gegenüber. Und die Roten versetzen zudem noch eine riesige Büffelherde in Stampede!

Wie soll Coburne es schaffen, sein eigenes und das Leben der anderen Leute zu retten?


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Fazit

Dies ist ein „Neuer Roman“, welche der große deutsche Westernautor G.F. Unger ab den 1980er Jahren exklusiv für den Bastei Verlag verfasste, insgesamt 269 Titel bis zu seinem Tod im Jahr 2005.
Leider merkt man diesem „Neuen Roman“ an, dass Ungers Art zu schreiben sich gewandelt hatte. Er moralisiert darin mehr, stößt den Leser immer wieder mit der Nase auf (un)wichtige Details, wiederholt diese mehrmals in fast gleichen Worten – für mich beim Lesen ein Ärgernis! Dadurch gehen viele Seiten unnötig verloren, auch die Spannung leidet darunter. Erst als die Kiowas angreifen, steigert sich der dahinplätschernde Plot, aber für eine Topbewertung reicht es für diesen Roman nicht mehr.

Schade, denn das Thema hätte es sich verdient gehabt. Dennoch kann man diesen Roman lesen, muss es aber nicht. Guter Schreibstil, aber teils mit zu wenig Dramatik – kein so guter Unger wie früher!

Gottfried Marbler, Januar 2022


 Bewertung

6 von 10 Revolverkugeln



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