Pseudonyme von US-Autoren

Verlagspseudonyme für US-AUTOREN

Infos


Verlagspseudonyme (kurz: VP) sind besonders schwer zu knacken, da sich dahinter oft mehrere Autoren verbergen. Die Rechte an diesem Namen haben in der Regel die Verlage selbst.

Die Verwendung von VP ist vielfältig: z.B. zur Tarnung von unbekannten Newcomern, für das einheitliche Erscheinungsbild einer Serie oder zum Aufbau einer eigenen „Marke“, wie im Falle JACK SLADE und LASSITER.

Gerne wurde früher ein solches Pseudonym auch für Übersetzungen von fremdsprachigen Romanen verwendet – in erster Linie für die Western von amerikanischen Schriftstellern. Besonders bei Zauberkreis und Pabel kamen sie verstärkt zum Einsatz.

Hier eine Auswahl an solchen Verlagspseudonymen. Wer sich tatsächlich hinter den einzelnen Romanen verbirgt (sofern bekannt), kann man in den Titellisten der entsprechenden Reihen sehen.

VP im Zauberkreis Verlag:

Gordon F. Uvalde:
Dieses VP steht für rund 100 verschiedene US-Autoren. Bei fast allen Reihen des Zauberkreis Verlags taucht dieser Name auf. Im Weigand-Lexikon findet man einen einzigen Namen: Gerald Kraft. Er war Redakteur und Übersetzer In Nachdrucken dieser Romane wechselte das VP dann abermals (z.B. in „Hondo Latimer“).

Hondo Latimer:
Der Name wurde wechselweise mit Uvalde für ein und dieselben Übersetzungen verwendet. Außerdem wurden auch noch Western von deutschen Autoren dazu gemischt.

Socorro Kane:
Der Name wurde ebenfalls wechselweise mit Uvalde für ein und dieselben Übersetzungen verwendet. Außerdem wurden auch noch Western von deutschen Autoren dazu gemischt.

Riv Colorado:
Im SILBER WESTERN und im RODEO WESTERN erschienen z.B. über 50 Romane der Subserie JIM + JOE unter diesem Namen. Im Original hieß die Serie LARRY AND STRETCH und stammt vom australischen Autor Marshall Grover. Aber auch deutsche und amerikanische Autoren benutzten dieses VP.

Ringo Hurricane:
Vor allem die früheren Romane unter diesem Namen waren US-Übersetzungen. Später wurde es auch von deutschen Autoren verwendet (z.B. von Franc Helgath).

Jim Brazos:
Dieses VP für Übersetzungen findet sich ein vor allem im WESTERN-KING.

VP im Pabel Verlag:

Scott F. Scott:
Vor allem die früheren Romane unter diesem Namen waren US-Übersetzungen. Später wurde es auch von deutschen Autoren verwendet. Kam auch bei MOEWIG WESTERN zum Einsatz.

John Kirby:
Ursprünglich wurde der Name Anfang der 1970er Jahre bei Pabel für US-Übersetzungen verwendet. Später ging es in den Besitz vom damaligen Pabel-Redakteur Rainer Delfs über, der es zu einem VP für seine deutschen Vertrags-Autoren sowie für seine eigenen Western machte.

Cliff Loomis:
Vor allem die früheren Romane unter diesem Namen waren US-Übersetzungen. Später wurde es auch für Nachdrucke deutscher Autoren genutzt (z.B. Jo Reuter).

Glenn Lord:
Vor allem die früheren Romane unter diesem Namen waren US-Übersetzungen. In den Serien RONCO und LOBO wurde es auch von deutschen Autoren verwendet (z.B. Alfred Krebs).

Everett Jones:
Vor allem die früheren Romane unter diesem Namen waren US-Übersetzungen. In den Serien RONCO und LOBO wurde es auch von deutschen Autoren verwendet (z.B. Heinz Squarra).

Steve Siegel:
Vor allem die früheren Romane unter diesem Namen waren US-Übersetzungen. Später wurde es auch von deutschen Autoren verwendet (z.B. Peter Dubina).

Logan Stewart:
Vor allem die früheren Romane unter diesem Namen waren US-Übersetzungen. Später wurde es auch von deutschen Autoren verwendet (z.B. Rainer Delfs).

Manuel Arroyo:
Dieses VP für Übersetzungen findet sich vor allem im SHERIFF WESTERN.

VP anderer Verlage:

Jack Slade:
Dieser Name ist unmittelbar mit der Serie LASSITER verbunden und wurde bereits bei den amerikanischen Original-Romanen verwendet. Auch bei SUNDANCE-Romanen tauchte er vereinzelt auf, da manche US-Autoren für beide Serien gearbeitet haben. In Deutschland teilten sich bisher weit über 50 Autoren dieses VP. Seit 1998 gibt es sogar die gleichnamige „Autorenreihe“ JACK SLADE bei Bastei.

G.G. Cook:
Dieses VP kam im Marken- und Moewig Verlag für Übersetzungen zum Einsatz und wurde auch von Werner Dietsch verwendet (möglicherweise hat er auch die Übersetzungen unter diesem Namen gemacht).

Lynn Wales:
Dieses VP kam ebenfalls im Marken- und Moewig Verlag für Übersetzungen zum Einsatz und wurde auch von Werner Dietsch verwendet (möglicherweise hat er auch die Übersetzungen unter diesem Namen gemacht).

Bill Robinson:
Dieses VP kam ebenfalls im Marken- und Moewig Verlag für Übersetzungen zum Einsatz und wurde unter anderem auch von Werner Dietsch verwendet (möglicherweise hat er auch die Übersetzungen unter diesem Namen gemacht).

VP bei Leihbüchern:

Nehmen wie z.B. Jeff Corner, Kid Padden, Ben Tucker oder Yul Morton las man oft auf Leihbüchern oder deren Heft-Nachdrucke. In der Regel handelt es sich dabei ebenfalls um Übersetzungen von englischsprachigen Western.




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