Stunden ohne Ende – Glenn Stirling

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Stunden ohne Ende (RED ROCK RANCH Band 1) – Glenn Stirling

Rezension


Leseversion: RED ROCK RANCH – Band 1
Verlag: Marken Verlag
Veröffentlicht: 1970
Status: Erstauflage
Nachdruck: Doppelband WESTMANN EXTRA – Band 1
e-Book-Version: CIRCLE C-RANCH – Band 2
Seiten: 64


Autor: Glenn Stirling
Realname: Werner Dietsch

Galerie Fazit

Veröffentlicht: 08.04.2022

Rezension von Thomas Martner
Bearbeitet von Thomas Dolina

Hintergrund

Der vorliegende Roman ist Band 1 der Heftserie RED ROCK RANCH. Vorbild scheint die damals beliebte TV-Serie „High Chaparral“ gewesen zu sein. Vor diesem Auftaktband erschienen bereits fünf Romane als Subserie in der WESTMANN-Reihe.

Im Mittelpunkt steht die Familie Copper. Im südlichen Arizona der Jahre 1870 bis 1880 müssen sie ihren Besitz gegen Apachenstämme, Weidepiraten und mexikanische Banditen verteidigen. Das Familienoberhaupt ist Buster Tom Copper. Mit seiner Frau Betty hat er eine Tochter (Rosalie, 19) und zwei Söhne: Jimmy (21) und Cliff (25).

Früh im Serienverlauf splittete sich das Serienkonzept: Die geraden Nummern wurden ab Band 18 dem älteren Sohn Cliff Copper gewidmet, der den Marshalstern in Tucson annimmt.

Eine detaillierte Beschreibung der Serie gibt es unter RED ROCK RANCH.

Inhalt

Vier Banditen überfallen die Wells Fargo-Station in Tucson und erbeuten einen Postsack mit 11.000 Dollar. Town Mayor Al Thorne wird dabei erschossen, Marshal O‘Hagan verletzt. Die Banditen fliehen in Richtung der Red Rock Ranch, um sich dort mit Wasser und Proviant zu versorgen.

Ein Aufgebot ist der Bande bereits auf den Fersen. Die Copper-Männer schließen sich den Verfolgern an. So legen die Räuber eine falsche Fährte Richtung Wüste und kehren in großem Bogen zur Ranch zurück. Ihr Plan geht auf: Es sind nur noch die Frauen und Personal anzutreffen. Die Banditen nehmen sie als Geiseln…

EXTRAS GALERIE (2 Bilder)

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Fazit

Bei dem Auftaktband handelt es sich um einen abgeschlossenen Roman, der so auch in jeder Westernreihe gut veröffentlicht werden könnte. In einigen Absätzen lässt der Autor Handlungen anklingen, die in Band 1 noch keine tragende Rolle spielen, z.B. Lieutenant Harricks als Verehrer von Rosalie oder der konkurrierende Nachbar Morrison.

Die Familie Copper wird gelungen eingeführt. Bei der Red Rock Ranch überrascht es ein wenig, dass die Handlung so spät in der Geschichte der Ranch ansetzt. Es gibt verschiedene Rückblicke, u.a. zum Aufbau der Ranch, zu einem Konflikt mit Häuptling Cochise, und so bekommt der Leser den Eindruck, dass hier viele Abenteuer bereits vorangegangen waren.

Das erste Kapitel in Tucson ist sehr gut erzählt und das Überraschungsmoment für Stadtbewohner gut herausgearbeitet – wenngleich für den Leser vorhersehbar. Bereits hier wird deutlich, dass der Autor das Westerngenre weder mit diesem Band noch mit der Serie selbst neu erfinden wird (und wohl auch nicht möchte), aber großen Wert auf eine nachvollziehbare, gut strukturierte und eher episch erzählte, denn actionorientierte Handlung legt…

Thomas Martner, April 2022


 Bewertung

9 von 10 Revolverkugeln



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