Bringt mir Jim Dunn – Wayne Overholser

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Bringt mir Jim Dunn – tot oder lebend – W. D. Overholser

Rezension


Leseversion: ULLSTEIN WESTERN TB 3236
Originaltitel: The Return of the Kid (1955)
Verlag: Ullstein
Übersetzung: Otto Kuehn
Veröffentlicht: 1976
Status: Dt. Erstauflage
Seiten: 160


Autor: W.D. Overholser
Realname: Wayne D. Overholser

Galerie Fazit

Veröffentlicht: 28.03.2022

Rezension von Gottfried Marbler

Hintergrund

Dreiecksgeschichten sind in der einschlägigen Literatur wie auch in der Weltliteratur sehr beliebt. Auch hier haben wir es damit zu tun – sogar mit zwei von ihnen hintereinander. Zwei der Charaktere bleiben beide Male gleich; die Story wechselt nur vom toten Vater zum heimgekehrten Sohn über. So sehr er sich auch dagegen wehrt, ist er drauf und dran, den Fallstricken der “femme fatale” ebenso wie Old Sam Dunn zu verfallen.

Inhalt

Kein leichtes Unterfangen, die Rückkehr auf die heimatliche Ranch für den jungen Jim Dunn. Es scheinen sich alle gegen ihn verschworen zu haben, denn kaum ist er nach Carlton in Colorado zurückgekehrt, wird auf ihn geschossen!
Noch schlimmer: Sein Vater ist inzwischen tot! Angeblich vom Pferd aus eine Steilwand hinuntergestürzt, was Jim nicht glauben will, denn sein alter Herr war ein überaus guter Reiter. Und Jim muss ab nun ein halbes Jahr lang mit der jungen Witwe – die er hasst, obwohl er sie nie sah – den Ranchbetrieb führen. Nur wenn er sich bewährt, wird der Treuhänder, Richter Riddle, ihn als Erben einsetzen, sonst fällt alles an die Witwe. Dazu gehört auch noch die Bank der kleinen Stadt.

Nicht nur, dass Jim in der Stadt wenige Freunde hat, macht er sich auf der D-Ranch weitere Todfeinde, als er den mächtigen Vormann Bud Colter und dessen vier Schießer auf der Stelle entlässt. Dem selbstverliebten Vormann zerschlägt er bei einem wilden Boxkampf auch noch dessen schönes Gesicht! Colter wollte die junge Witwe Ann Dunn ehelichen, um so an das große Geld heranzukommen. Nun scheint nichts daraus zu werden. Aber er und seine Spießgesellen stecken nicht einfach auf, sondern überziehen das Land mit gemeinen Anschlägen und Morden aus dem Hinterhalt. Sie arrangieren alles so, dass jeder Verdacht auf Jim Dunn fällt!

Soll Jim sich für die schöne Witwe entscheiden oder für seine Jugendliebe Ginny Riddle, die drei Jahre auf ihn wartete? Steckt tatsächlich Bud Colter hinter dem Tod seines Vaters sowie hinter den Anschlägen auf ihn selbst? Mischt die Witwe ebenfalls kräftig mit, oder ist Ann Dunn so unschuldig, wie sie sich gibt? Was soll er gegen den Sheriff tun, der ihn hasst, weil er ein Dunn ist – ihn sogar verhaftet, um ihn hängen zu sehen?
Kann Jim aus dem Schlamassel überhaupt noch mit heiler Haut herauskommen…?

EXTRAS GALERIE (7 Bilder)

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Fazit

Ein meisterhaft verfasster Roman des berühmten amerikanischen Autors, der hier mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen Kapiteleinteilung aufwartet. Bis knapp vor dem Schluss wird zwischen Jim Dunn und seinen Widersachern hin und her gewechselt und nachträglich die Beweggründe für die jeweiligen Aktionen der “bösen Buben” dargelegt. Manchmal etwas störend, andererseits nicht schlecht gemacht, kommen so doch psychologische Elemente zum Tragen, welche deren miese Aktionen erst so richtig mies erscheinen lassen.

Der Autor breitet vor dem Leser eine subtil verfasste Story aus, der man sich nicht entziehen kann, es aber auch nicht möchte.

Höchste Empfehlung!

Gottfried Marbler, März 2022


 Bewertung

10 von 10 Revolverkugeln



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